Am 20. April 2026 um 5.30 Uhr (!) brachen wir auf zu einem der bisher interessantesten Ausflüge unseres Lebens: nach Neapel, oder – um genauer zu sein – nach Sorrent. Dort bezogen wir zu dritt oder zu viert unsere Häuschen in einem am Steilhang gebauten Feriendorf mit Blick auf den Golf von Neapel. Nach einem ausgiebigen Bummel durch das wunderschöne Sorrent deckten wir uns mit Lebensmitteln ein und kochten unser Abendessen.
Am nächsten Morgen ging es nach Pompei und auf den Vesuv. Pompeji war in meiner persönlichen Wahrnehmung der beste Ort: Nicht jeden Tag bekommt man die Chance in den Alltag jener Menschen einzutauchen, über die wir bisher nur in Büchern gelesen haben.
Den Vesuv zu besteigen war überraschenderweise im wahrsten Sinne des Wortes ein Spaziergang, ein sehr steiler zwar.
Am dritten Tag fuhren wir in das Nationalmuseum in Neapel, in dem sich – als eines der größten archäologischen Museen der Welt – die wertvollen Funde aus Pompeji befinden: wundervolle Skulpturen, Mosaike, Tonwaren und mehr. Auffallend war im Stadtbild Neapels die Verehrung des verstorbenen Fußballers Diego Maradona in wandhohen Graffiti-Bemalungen.
Abends begaben wir uns an den Strand von Sorrent und, obwohl es zu kalt zum Baden war, war allein dieser Blick aufs Meer bei Sonnenuntergang die ganze Reise wert.
Und plötzlich war es schon wieder fast vorbei, denn der vierte und letzte Tag brach an mit dem Ziel der Insel Capri!
Nach einem zweistündigen, mühsamen Aufstieg (!) wurden wir vom An- und Ausblick der Ruinen der Villa des Tiberius direkt am Rand der Steilküste überwältigt: „Oh mein Gott, Sophie, die Aussicht!!‘, rief meine Freundin, nachdem sie sich noch kurz vorher über den steilen Aufstieg beschwert hatte.
Die Zeit war wie im Flug vergangen, aber einen Höhepunkt gab es noch am Abend: ein Gruppen-Wettbewerb mit sportlichen und kreativen Aufgaben. Wir sollten nämlich gemeinsam ein Gedicht passend zu unserer Reise verfassen:
Laufen, gehen, atmen, stehen.
Auf ans Meer die Sonne sehen.
Das Meer scheint blau, die Beine schwer –
Hier bin ich jetzt, will weg nicht mehr.
Sorrent, wir kamen auf Flügeln und Turbinen,
wir sahen lang verlorne Dinge in Ruinen
und fanden an neuen Dingen Hoffnung, Spaß!
Traurig stellen wir fest: Das war`s!
Sophie Millinger, 9C, fecit.